Aktuelles

Spendenübergabe – TorTour de Ruhr

Heute konnte ich meinen erste Spende im Kinderhaus Nesthäkchen in 65321 Laufenselden abgeben. Im Rahmen der „TorTour de Ruhr“ über 230km, die ich an Pfingsten lief, konnte ich 428,60€ sammeln.

Stan Albers, der Leiter des Kinderhauses, nahm die Spende dankend entgegen.

 

 

Beim der Spendenaktion zum Lauf „TorTour de Ruhr“ beteiligten sich folgende Firmen und Personen

Costa y Cumbre Tours
Erlenbach GmbH
Forum K GmbH
TIXS-Escape Rooms

Beate Kunz
Heidemarie Holl
Jörg Sauerwein
Martin Roßkopf
Michael Schicktanz
Sabine Theis
Sandra Leutloff
Stephan Hahn
Thorsten Jacoby
Thorsten & Daniela Opitz
Vincent Theis
Volker Ulrich

Das Spenden sammeln geht jedoch weiter. Schon in 2 Wochen werde ich beim „Kölnpfad“, einem Lauf über 171km rund um Köln teilnehmen. Für diesen Lauf sind noch jede Menge Spendenkilometer zu erwerben.

Das Kinderhaus Nesthäkchen und ich würden uns freuen, wenn sie auch bei diesem Lauf als Spender dabei wären. Spenden für den Kölnpfad können Sie unter: https://laufen-spenden-helfen.de/

Infos über das Kinderhaus Nesthäkchen finden Sie hier: http://kinderhaus-nesthaekchen.de/

Vielen Dank
Alex Holl

TorTour de Ruhr – 230km geballte Willenskraft

Pfingsten 2018. Mal schauen wie ich dieses Wochenende in Worte fassen kann.

Wenn man sich in Deutschland mit Ultralaufen beschäftigt stolpert man irgendwann über den fasziniert klingenden Namen „TorTour de Ruhr“. Schon 2016 bei der letzten TTdR quollen in Facebook die entsprechenden Laufgruppen über mit Berichten und Fotos zu diesem Lauf.

Was hat es damit auf sich, dass die Ultraläufergemeinde so euphorisch von einem Lauf berichtet der seine kleinste Distanz über 100km „Bambinilauf“ nennt; Wo der VP 42km vor dem Ziel „Nur noch ein Marathon“ heißt; Der fast nur aus asphaltierter Strecke besteht; Öfters an viel befahrenden Bundesstraßen oder gar Autobahnen entlang läuft; Der sich zwar durch renaturalisierte Natur, aber gerade in der zweiten Hälfte, wenig attraktiver Umgebung bis nach Duisburg zieht; Der zwanghaft eine Support-Crew für die Läufer vorschreibt???


Ich wollte und sollte es kennen lernen!


Die TorTour de Ruhr war auch mein erster Lauf zu einem Spendenprojekt das ich vor wenigen Monaten ins Leben rief. Ich laufe in diesem Jahr, sofern es die Gesundheit zulässt, 4 lange Ultraläufe und die TTdR war der Erste davon. Es werden folgen der Kölnpfad, der Berliner Mauerweglauf und als Abschluss der UTMB rund um den Mont Blanc. Die Spenden die ich bei diesem Projekt sammeln werde gehen komplett an das Kinderhaus Nesthäkchen in 65321 Laufenselden. Nähere Infos zu diesem Projekt gibt es unter: http://laufen-spenden-helfen.de/

Als Support-Crew bei der TTdR diente mir meine Frau und zusammen ging es am Pfingstfreitag nach Winterberg ins Hochsauerland wo Samstag morgens um 8 Uhr der Start zum 230km langen Ultramarathon von der Ruhrquelle bis zur Mündung in den Rhein bei Duisburg stattfinden sollte. Nachdem wir meine Startunterlagen abholten und uns schon mal die Ruhrquelle anschauten ging es hoch auf den Kahlen Asten wo wir ein Zimmer im Berghotel hatten. Natur pur und sehr abgeschieden da oben auf dem Berg. Ideal wenn man vorhat, anschließend das gesamte Ruhrgebiet zu Fuß zu queren.

Samstag morgens fuhren wir dann zur Ruhrquelle wo es schnell recht kuschelig wurde bei so vielen Läufern, Supportern, Helfern und Schaulustigen. Um 8 Uhr setzten wir uns in Bewegung und zügig ging es bergab immer entlang der 3 Schluck Wasser die dort ihren Weg durch die Wiesen ins Tal suchten. Einen Tag später sollte aus diesen paar Tropfen ein stattlicher Fluss werden.

 Roxy wartete dann das erste mal auf mich nach 15km wo es aber schon nach einem Schluck Wasser zügig weiter ging. Dasselbe wiederholten wir dann bei km22 bevor es dann in Bestwig nach 30km den ersten großen Verpflegungspunkt gab. Insgesamt hatten wir uns, zusammen mit den Verpflegungspunkten des Veranstalters, insgesamt 26 Treffpunkte ausgemacht, wo Roxy mit dem Auto wartete und mich versorgen konnte. So konnte ich mich einfach nur aufs Laufen konzentrieren und ohne den, bei diesen langen Distanzen eigentlich immer mitgeführten, Laufrucksack durchlaufen. Die TorTour ist nicht nur für die Läufer eine wahre Tortur, sondern auch für die Crew. Egal ob auf dem Begleitfahrrad, mit dem Auto oder abwechselnd als Begleitläufer; Die Crew muss die Launen des Läufers ertragen, die durch den Laufstress irgendwann nicht immer fair ist, muss vorausdenken was der Läufer gleich benötigen wird, muss vorfahren und Parkplätze suchen, zusammenpacken und weiterfahren, und muss mit dem selben Schlafdefizit wie der Läufer auskommen. Aber so etwas schweißt auch zusammen, und das ist es auch eigentlich was die TTdR ausmacht und was so einzigartig ist. Es sind eben nicht nur die 250 Läufer, die sich auf den 3 Distanzen in Richtung Rheinorange an der Ruhrmündung machen. Es ist eine Familie mit ca 800 verrückten Mitgliedern die sich laufend, auf dem Fahrrad oder mit dem Auto wie ein Bandwurm entlang der Ruhr schlängelt, wo an den VPs die zahlreichen freiwilligen Helfer den Läufern und Crewmitgliedern jeden Wunsch von den Lippen abliest, wo JEDER auf den anderen aufpasst, wo man als Läufer von JEDER anderen Crew beklatscht wird und Autos mit TTdR Aufklebern einen freudig behupen, wenn man an einer trostlosen Bundesstraße entlangläuft. Genau das macht die TTdR so einzigartig!

Nach ca. 60km merkte ich, dass sich wieder mal Blasen vorne an den Zehen bildeten. Keine Ahnung warum die sich ausgerechnet hier bei diesem Lauf wieder bildeten. Dieselben Schuhe, dieselben Socken hatte ich ausgiebig bei mehreren 60-80km Trainingsläufen mit wesentlich mehr Gefällstrecken getestet und nie Probleme gehabt. So musste ich dann wieder mal die Zehen mit Compeedpflaster abtapen und den Rest dann mit den Blasen weiterlaufen. Waren ja nur noch 170km.

Nach 100km die erste Euphorie. Nach ziemlich genau 11 Stunden lief ich den hundersten Kilometer. So schnell war ich noch nie auf der Distanz, bin aber auch noch nie 100 Kilometer auf gerader geteerter Strecke gelaufen. Bisher ging es bei diesen langen Distanzen immer über irgendwelche „-Steige/-Stiege“ oder durch alpines Gelände was man mit dem Lauf entlang der Ruhr überhaupt nicht vergleichen kann.

Irgendwann nach ca. 120km kam die Nacht und damit auch die Kälte. Es war wirklich kalt aber der erschöpfte Körper empfindet es noch viel kälter. Kurz vor 1 Uhr erreichte ich dann nach 133km den Verpflegungspunkt in Hagen wo ich mich ne knappe Stunde aufhielt und erholte. Mit, nicht wirklich, neuer Kraft ging es dann um 2 Uhr wieder in die Kälte und im langsamen Laufschritt weiter über Witten nach Hattingen. Die Stunde in der Morgendämmerung war schlimm, es fielen mir ständig die Augen zu und ich sah Dinge die gar nicht existierten. Wenn man auf absolut gerader Teerdecke über imaginäre Steine stolpert wird es dringend Zeit für starken Kaffee den ich auch dann um 8 Uhr am Verpflegungspunkt in Bochum bekam. Ich war nun 24 Stunden am Laufen, hatte 174km in den Beinen und nur noch 56km vor  mir. Eigentlich eine Aufgabe von 5-6 Stunden solche 56km, aber es sollten dann doch 11 werden.

Als dann nach 188km der VP mit dem schönen Namen „Nur noch ein Marathon“ erschien waren auch meine letzten Laufschritte gehalten. Jeder erneute Versuch in den Laufschritt zurückzukehren endete nach höchstens 10 Meter in irgend etwas, nur keinem Laufen mehr. Also wurde Marschbefehl gegeben und die letzten 42km wurden eben abmarschiert. Das geht eigentlich immer und kann man lange durchhalten wenn der Körper nicht mehr laufen mag. Auch die Abstände wo ich mich mit meiner Frau traf wurden kürzer. Waren es Anfangs noch 10 oder 12km, trafen wir uns nun alle 5-6km und ich konnte immer eine kurze Rast einlegen.


Irgendwann kam dann der letzte Treffpunkt, wo ich mich von Roxy verabschiedete mit den Worten: „Wir sehn uns gleich im Ziel“. Gänsehautmoment 1!

Kurz darauf stand ich oben auf dem Ruhrdeich und es ging am Hafen entlang und über die letzte Ruhrschleuse. Dann kam das in den Boden eingelassene Kupferschild „Rheinorange 1800m“. Gänsehautmoment 2 und erste Hochwassermeldungen wegen Schleusenöffnung 🙂 .

Jeder, wirklich jeder der nun auf dem Deich unterwegs war und mir entgegen kam gratulierte mir bereits. Eine Wahnsinnsstimmung doch ich konnte die Kudos gar nicht zurück geben, denn ich bekam kein Wort mehr heraus.

100 Meter vor dem Rheinorange wartete dann meine Frau und wir gingen gemeinsam die letzten Schritte und nach 25h:01m:45s schlug ich nach kurzem Zögern am Rheinorange an der Ruhrmündung an. Da gab es dann keinen Gänsehautmoment mehr, aber die Schleusen öffneten sich und die Ruhr hatte bestimmt Hochwasser als die Anspannung der letzten 2 Tage, und der ausgemergelte Körper sich den Weg durch die Tränendrüsen suchten.

Es bleibt mir jetzt nur Danke zu sagen. Danke an Jens und Ricarda Witzel, die diesen Lauf alle zwei Jahre unglaublich professionell organisieren, durchführen und ganz zu Recht einen Hype geschaffen haben der trotzdem familiär bleibt. Danke an die vielen unzähligen Helfer an den offiziellen Verpflegungspunkten, die einem wirklich jeden Wunsch von den Lippen ablasen und uns Läufer allyoucaneatanddrink bedienten. Die Buffets, die ihr da hingezaubert habt,.waren der Wahnsinn. Genau deshalb lauf ich Ultra. Weil ich gut und gerne essen mag. Danke an die Crews aller Läufer, die einem alle erdenkliche Hilfe anboten. Danke an alle anderen Läufer. Ihr ward keine Laufgegner die um Platzierungen kämpften sondern Mitstreiter und Mitgefangene in diesem Boot in dem wir alle gemeinsam saßen und litten, weinten und lachten.

Sehr sehr großen Dank an alle Spender und Kilometerkäufer die mein Spendenprojekt bisher unterstützt haben. Ich werde noch ein paar Tage brauchen um alles und mich selbst zu ordnen, aber ich nehm euch in die Pflicht.

Den größten Dank aber will ich meiner Frau aussprechen die nicht nur meine ständigen langen Läufe durch die Wälder oder meine Abwesenheit wegen Laufveranstaltungen ertragen muss, sondern mich bei der diesjährigen TorTour auch als meine Crew supportete. Alleine! Mit dem Auto immer voran quer durch Westfalen. Tolle Leistung. Ich weiß wie schwer das war.

Danke, dass ich einfach nur Laufen durfte!

 

 

 

Prestart – TorTour de Ruhr

Jetzt sind es nur noch ein paar Stunden und meiner erster Lauf über 230km entlang der Ruhr startet, Ich danke jetzt schon einmal allen Spendern / Kilometerkäufern die für diesem Lauf Kilometer erworben haben.

Ich werde die nächsten 2 Tage mein Bestes tun damit diese Spenden auch eingetrieben werden können. 🙂

Während des Laufs wird es einige Updates auf meinem Facebookprofil geben. Im Laufe der nächsten Woche wird es dann auch hier einen Laufbericht geben.

 

Der UTMB – Der vierte Lauf meines Spendenprojekts

In diesem Jahr ist mein Focus voll und ganz auf den UltraTrail de Mont Blanc (UTMB) gerichtet. Bereits seit 2016 versuche ich an diesem Lauf teilzunehmen, nachdem ich mir 2015 erstmals die nötigen Qualifikationspunkte erlaufen hatte.

Der UTMB ist das weltweite Jahreshighlight in der Ultratrailszene. Mehr als 2300 Läufer stehen Ende August in Chamonix am Start und träumen davon über 171 km und 10.000 Hm einmal das komplette Mont Blanc Massiv zu umrunden.  

Nach dem Start um 18:00 Uhr haben die Läufer genau 46 Stunden Zeit um, nach unzähligen steilen Auf- und Abstiegen, wieder in Chamonix im Ziel anzukommen. Um an diesem Lauf teilzunehmen, müssen alle Läufer die nötige Anzahl an Qualifikationspunkten vorweisen, die sie sich in verschiedensten Läufen weltweit erlaufen müssen. De facto heißt das, dass man innerhalb 2 Jahren drei 100 km Läufe in bergigem Terrain mit mehreren 1000 Hm laufen muss um die Punkte einzusammeln. Nachdem man seine Punkte zusammen hat, ist die Teilnahme noch lange nicht gesichert. Die Punkte berechtigen den Läufer nur an der Teilnahme der Startnummern-Verlosung. Durch das weltweite Interesse an diesem einzigartigen Lauf ist es mittlerweile sehr schwer bei der ersten Bewerbung direkt teilzunehmen. Also muss sich der Läufer im nächsten Jahr wieder bewerben, vorausgesetzt er hat seine Qualifikationspunkte erneuert.

Bei mir hat es jetzt 3 Jahre gedauert, aber nun darf ich endlich an der 2018er Ausgabe teilnehmen.

Der Berliner Mauerweglauf

Ich stelle heute einmal den Berliner Mauerweglauf, den dritten langen Ultralauf dieser Spendenaktion vor.

Der Mauerweglauf über 161 km (100 Meilen) wird seit 2011 ausgetragen und „läuft“ immer am Wochenende rund um den 13.August. Die Anmeldung zu diesem Lauf beginnt immer am 09.November und ist binnen wenigen Stunden ausverkauft. Der 2018er Lauf war bereits um 08:00 Uhr morgens ausgebucht. Da ich diesen Lauf, der wie keiner anderer mit der jüngeren deutschen Geschichte verbunden ist, unbedingt mitlaufen wollte, hatte ich mir damals sogar um Mitternacht den Wecker gestellt um rechtzeitig meine Anmeldung durchführen zu können. Das Anmelde- und Veranstaltungsdatum verdeutlichen schon die Bedeutung dieses Laufes der jedes Jahr im Gedenken an eines der Maueropfer stattfindet.

Der Mauerweglauf zieht sich 161 km entlang dem Mauerweg, dem Patrouillenweg der DDR-Grenztruppen, durch den 28 Jahre lang West-Berlin eingeschlossen war. Jedes Jahr erfolgt ein Richtungswechsel. In diesem Jahr wird die Strecke wieder im Uhrzeigersinn gelaufen.

Nach dem Start am 11.August morgens um 06:00 Uhr am Prenzlauer Berg haben die Läufer nur 30 Stunden Zeit um West-Berlin einmal zu umrunden. Unterstützt werden die Läufer dabei von vielen freiwilligen Helfern an 26 Verpflegungsstationen. Der Mauerweglauf erfordert eine ganz andere Laufstrategie ich ich selbst auch nicht gelaufen bin. Wo man sonst bei langen Ultraläufen in teilweiser Autonomie unterwegs ist, einen Rucksack mit Verpflegung und Wechselkleidung teils über mehrere Tage mit sich führt, braucht man in Berlin sich darum keine Gedanken zu machen. Wenn im Durchschnitt alle 6-7 km eine Verpflegungsstation eingerichtet ist, kann und muss man sich nur auf das Laufen konzentrieren. Bei teilautonomen Läufen in bergigem Terrain hat man viele Stunden mehr Zeit. Wo man in Berlin nur 30 Stunden Zeit hat das Ziel zu erreichen, hat man beim Ultratrail de Mont Blanc für die ähnliche Distanz 46 Stunden Zeit, die aber auch benötigt wird. Dies verdeutlicht vielleicht ein wenig die unterschiedlichen und vielfältigen Arten des Ultralaufsports. Ich freue mich jedenfalls, meinen ersten „Stadtultra“ auf historischen Spuren der deutschen Geschichte zu laufen und auf das Kinderhaus Nesthäkchen aufmerksam zu machen.

Der Kölnpfad – Mein zweiter Lauf der Spendenaktion

Der Kölnpfad

Durch die unerwartete Absage des diesjährigen WiBoLT Laufs, entschieden sich die „Macher“ des „Kölnpfads“, den WiBoLT-Teilnehmern spontan noch einen Startplatz, bei ihrem eigentlich schon ausgebuchten Lauf rund um Köln, anzubieten.

Eine sehr nette Geste unter Ultraläufern und nicht nur eine Notlösung. Denn den Kölnpfad, Deutschlands fünftlängster Laufwettbewerb, läuft man nicht mal „einfach so“. Köln ist eine große Stadt, und wenn man Köln auf dem Kölnpfad umlaufen will ist man ziemlich genau 171 km unterwegs! Und damit das auch alles einen sportlichen Charakter hat beträgt die maximale Zielzeit nur 32 Stunden. Deshalb werden auch bei der Anmeldung nur Solo-läufer zugelassen, die schon mindestens drei 100km-Läufe als Referenz vorweisen können. Im Starterfeld befinden sich also „die üblichen Verdächtigen“ und ich freue mich auf nette Gespräche unter Bekannten und Freunden.

Der Kölnpfad ist ein offizieller Wanderweg, entwickelt vor 10 Jahren vom Kölner Eifelverein und als Wanderweg in 11 langen Etappen ausgeschrieben und markiert. Aber was man in 11 langen Etappen wandern kann, kann man auch in einer sehr langen Etappe laufen:).

Dies wird mein zweiter Lauf bei meinem diesjährigen Spendenprojekt. Kommen Sie mit mir auf eine Reise rund um Köln die am 30.06. um Mitternacht beginnt und nach max. 32 Stunden, Sonntag morgens um 8:00 Uhr, hoffentlich erfolgreich enden wird. Es wird auf jeden Fall ein spannender und interessanter Lauf und ich freue mich Ihnen von unterwegs berichten zu können. Lassen Sie uns gemeinsam auch den Kölnpfad zu einem Erfolgserlebnis für das Kinderhaus Nesthäkchen werden, denen jeder von mir erlaufene Kilometer „Rund öm janz Kölle“ eine dringend gebrauchte Spende einbringt.

Kleine Planänderung als WiBoLT Alternative

Da der WiBoLT, der Lauf entlang des Rheinsteigs, ausfällt gibt es nun eine kleine Planänderung. Das ist nicht schön, aber auch Alltag während langer Ultraläufe. Je länger ein Lauf ist, umso mehr unvorhergesehene Sachen können passieren. Unwetter, Hitze, Kälte, Gesundheitliche Probleme, Equipment was trotz sorgsamen Checks kaputt gehen kann. Und solche Dinge können nicht nur passieren. Sie passieren auch. Ständig. Deshalb sind wir eigentlich immer gezwungen relativ schnell neue Entscheidungen zu treffen, mit dem Ziel ohne gesundheitlichen Schaden irgendwie ins Ziel zu gelangen. Im schlimmsten Fall bedeutet das aber auch, das Rennen abzusagen.

Davon bin ich aber, beim Rennen um die Spendengelder für das Kinderhaus Nesthäkchen, weit entfernt. Es wird nichts abgesagt, es wird nur eine kleine Alternativroute genommen.

Als Spendenläufe werde ich nun nach der „TorTour de Ruhr“, die ja auf jeden Fall stattfindet, nicht nur einen weiteren Lauf als Spendenlauf laufen. Ich laufe nun noch zusätzlich den Kölnpfad, den Berliner Mauerweglauf und zu guter Letzt das Königsrennen des alpinen Ultralaufs, den Ultratrail de Mont Blanc.

Der kürzeste Lauf davon ist der Mauerweglauf mit „nur“ 161 km, entlang auf der exakten Route der ehemaligen Mauer. Der Kölnpfad den ich jetzt noch durch die Planänderung zusätzlich laufen werde hat 171 und geht „Einmol öm Kölle röm“. Der „Ultratrail de Mont Blanc“, kurz der UTMB, gilt als das Königsrennen des alpinen Langstreckenlaufs. Die Distanz beträgt auch dort 171 km garniert mit 10000 positiven Höhenmetern. Für diesen Lauf  muss ein zwingendes sehr anspruchsvolles Qualifikationsprogramm durchlaufen werden. Selbst dann, wenn man alle Qualifikationspunkte zusammen hat sind die Chancen noch sehr gering, als Läufer akzeptiert zu werden. Dieses Jahr, nach dem dritten Bewerbungsjahr in Folge, darf ich endlich mitlaufen, und obwohl ich das eigentlich nicht vorhatte, freue ich mich, Sie alle mit auf diese Reise zu nehmen.

In den nächsten Tagen werde ich die Homepage aktualisieren und die neu hinzu gekommenen Läufe genauer vorstellen. Die Spender, die bereits für den WiBoLT gespendet haben, werden alle von mir angeschrieben und alles sauber abgewickelt: Gerne schreibe ich die Kilometer auf eines der anderen Rennen um, sobald die Tabellen online sind.

Ich denke und hoffe, dass ich damit für mich, für Sie und vor allem für das Spendenprojekt zugunsten des Kinderhaus Nesthäkchens eine schöne „Alternativroute“ gefunden zu haben, und ich freue mich nun riesig, Sie alle aufeine wunderbare Reise in den Ultralangstreckensport mitzunehmen.

Der WiBoLT fällt aus!!!

So schnell ändert sich alles. Schicksalsschläge kommen meistens unverhofft. Wegen einem schweren Verkehrsunfall fällt in diesem Jahr der WiBoLT aus. Bis im nächsten Jahr wird der Michael, unser Mister WiBoLT, sicherlich wieder auf den Beinen sein, aber 2018 muss ausfallen. Auch an dieser Stelle nochmals die besten Genesungswünsche.

Für das Spendenprojekt bedeutet das aber nur eine kleine Planänderung. Die TorTour de Ruhr findet auf jeden Fall statt und ich werde nun alles daran setzen, einen Ersatzlauf für den WiBoLT mit ähnlichem Schwierigkeitsgrad auf diesem Planeten zu finden.

 

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt….

Gepostet von Alex Holl am Mittwoch, 11. April 2018

Die Presse

Gerade komme ich von einem Interview beim Wiesbadener Kurier im Pressehaus Wiesbaden zurück. Denen hat die Spendenaktion so gut gefallen, das sie uns aktiv mit einem Artikel, der demnächst erscheinen wird, unterstützen wird. Dann wird die ganze Aktion wohl nochmals an Schwung gewinnen und das ist gut so.
Morgen steht dann schon wieder der nächste Termin an. Dann treffe ich mich mit Mitarbeitern der Bärenherz-Stiftung, dem Förderer des Kinderhaus Nesthäkchen, im Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden. Ich freue mich schon auf den Gesprächsaustausch.

Spendenquittungen

Aufgrund einiger Nachfragen aus dem gewerblichen Bereich kann ich nun zusichern das der Träger des Kinderhaus Nesthäkchen auch Spendenquittungen ausstellen kann. Wenn dies gewünscht wird, einfach eine formlose Mail schreiben oder direkt im Spendenformular vermerken. Die Quittungen können dann nach dem Ende dieser Spendenaktion während der buchhalterischen Abwicklung ausgestellt werden.